Pfarrkirche in Tragwein: Außenbau

Das äußere Erscheinungsbild prägen die spätgotische Architektur mit ihren Maßwerkfenstern und Strebepfeilern, die um das deutlich niedrigere Presbyterium und das Langhaus verlaufen.

Durch das gemeinsame steile Satteldach und die gleiche Bauflucht mit dem Langhaus ordnet sich der westliche Anbau von 1967 dem gotischen Bau unter. Erst 1926 entstand nach Planung von Matthäus Schlager die heutige Sakristei südlich des Chores mit der markanten turmartigen Wendeltreppe.

Farbglasfenster Mariä Verkündigung, neugotischCharakteristisch ist der massive, aus mehreren Bauphasen stammende steinsichtige Turm mit seinen zwei Meter dicken Mauern. 1851 erhielt er die heutigen Giebelaufbauten, im Jahr 1908 ein neues Ziegeldach samt Turmkreuz. Die Gesamthöhe beträgt 35,50 Meter. Das bestehende Geläute umfasst heute folgende fünf Glocken:

  1. Die Älteste, Jahreszahl 1541, 360 kg, Ton C (mit Psalmvers und Relief Kreuzigung und Muttergottes)
  2. Die Zweitälteste, Jahreszahl 1619, 65 kg, Ton E
  3. Barbaraglocke, Jahreszahl 1956, 171 kg, Ton Es
  4. Petrus- und Paulusglocke, Jahreszahl 1956, 404 kg, Ton B
  5. Marienglocke, Jahreszahl 1956, 771 kg, Ton As

Im unmittelbaren Umfeld der Kirche lag einst der Friedhof, der sich heute westlich der Kirche erstreckt. Der Kirchenplatz erfuhr 1992 eine Neugestaltung, ebenso die mit einer neuen Dachkonstruktion versehene Aufbahrungskapelle und das Kriegerdenkmal an der Friedhofsmauer. Nördlich der Kirche steht der um 1682 erbaute Pfarrhof. Die um 1750 errichtete Mariensäule auf dem Marktplatz trägt eine Statue der Immaculata. Sie musste im Lauf der Zeit auch wegen Kriegsschäden mehrmals renoviert werden.