Die Kirchen von St. Michael im Lungau: Filialkirche zum hl. Herz Jesu

In den Jahren 1912/13 entstand in Oberweißburg diese kleine Kirche nach dem Entwurf eines Salzburger Architekten. Der neugotische Flügelaltar stammt vom Tiroler Schnitzer Josef Bachlechner.

Zur Pfarre von St. Michael gehört auch das nordwestlich am Zederhausbach gelegene Oberweißburg. Die kleine Kirche mit ihrem kuppelgedeckten Dachreiter entstand in den Jahren 1912/13 nach dem Entwurf des Salzburger Architekten PAUL GEPPERT.

Innenraum und Einrichtung

Im 2010 renovierten Innenraum steht ein neugotischer Flügelaltar, der ursprünglich in der Pfarrkirche von St. Michael aufgestellt war. Er ist eine Arbeit des bekannten Tiroler Schnitzers JOSEF BACHLECHNER und zeigt im Schrein die Hl. Familie, ferner Skulpturen der hll. Theresia von Lisieux und Johannes des Täufers. Der Halleiner Bildhauer JAKOB ADLHART erweiterte die Gruppe im Jahr 1965 um die Halbreliefs der Taufe Christi und des Pfingstgeschehens sowie die Aufsatzfiguren der hll. Nikolaus von der Flüe und Christophorus; letztere flankieren die nazarenische Herz-Jesu-Figur.
Am Triumphbogen hängen sieben barocke Apostelmedaillons des Lungauer Malers GREGOR (IV.) LEDERWASCH aus der Zeit um 1770. Die Wände seitlich des Altares schmücken zwei Engelsstatuen sowie zwei Rocaillekartuschen (18. Jh.). Darüber hängt ein ovales Bild der Kreuzauffindung durch die Kaiserin Helena (2. Hälfte 18. Jh.). Die neun gemalten Engelsköpfe an der Holzdecke symbolisieren die neun Chöre der Engel.