Pfarrkirche St. Elisabeth: Heilige Fürbitter

Kirchenpatronin der Pfarrkirche ist die heilige Elisabeth, die „Mutter Teresa des Mittelalters“. Im Kirchenraum entdeckt man zahlreiche Darstellungen von Heiligen, die für bestimmte Wünsche und Nöte zuständig sind.

Heilige Fürbitter, Hl. Cäcilia, Patronin der Kirchenmusik, Stuckrelief an der Orgelempore

In unserer Kirche begegnen uns zahlreiche Darstellungen von Heiligen, die für bestimmte Krankheiten, Wünsche und Nöte zuständig sind, aber auch für alle möglichen Vornamen und Berufsgruppen als Patrone gewählt wurden. Dazu gehört natürlich unsere hl. Kirchenpatronin Elisabeth, in ihrer tätigen Gottes- und Nächstenliebe die „Mutter Teresa des Mittelalters“.

Oder die sogenannten „Pestheiligen“ Sebastian und Rochus am rechten Seitenaltar, gewissermaßen die „erste Gebietskrankenkasse Gottes“ (die Pest war im Mittelalter eine tödliche und unheilbare Seuche). Der hl. Leonhard (Hochaltar) ist einer der populärsten Bauernheiligen, zu den Vierzehn Nothelfern zählen die hll. Achatius und Ägidius (Antonius- bzw. Hochaltar), der hl. Florian (Franziskusaltar) gilt als der klassische Feuerwehrpatron, die hl. Cäcilia (Orgelempore) als Patronin der Kirchenmusik.

Heilige Fürbitter, Hl. Rochus von Montpellier am rechten SeitenaltarHeilige sind gewissermaßen menschliche Brücken auf dem Weg zu Gott. Zudem konnte sich der Mensch des Mittelalters vieles im Leben nicht erklären, Krankheiten, Naturkatastrophen und Unwetter – er nahm daher gerne Zuflucht zu Menschen, die diesem Strudel irdischer Unzulänglichkeiten durch die Stärke des Glaubens bereits entronnen waren, eben den Heiligen: hier zunächst vor allem Maria, die Apostel und Märtyrer. Die Heiligen galten gleichsam als starke Versicherung. Daher überlässt man eine Kirche einem Patron (Schutzherr/in).

Aber auch in bestimmten Anliegen und Nöten riefen die Menschen von jeher heilige Helfer als Fürbitter bei Gott an. Zeichen dafür sind die vielen kirchlichen Gemälde und Statuen, aber auch Votivbilder oder Reliquien – letztere sichtbare Beweise, in gewissem Sinne die handgreiflichen Versicherungspolizzen ...

Eine kompakte Heiligen-Übersicht bietet eine Broschüre aus dem Verlag St. Peter: „Who’s who in der Heiligenschar“ von Reinhard Rinnerthaler. Auf der Homepage der Erzdiözese Salzburg www.kirchen.net finden Sie auch eine Übersicht über das Kirchenjahr mit einem liturgischen Kalender der Erzdiözese.

Heilige im Internet: www.heiligenlexikon.de (ökumenisches Heiligenlexikon) und www.heilige.de (Heilige und Namenspatrone).