logo-verlag-st-peterStadtpfarrkirche zum hl. Ulrich - Wieselburg

Rund um die Kirche

Grabdenkmäler der Familie SiedentopGrabmal Siedentop
An der nördlichen Außenmauer rechts vom Eingang stehen die 2008/2009 erneuerten Grabdenkmäler der Familie Siedentop(p). Das Kreuz erinnert an Katharina Siedentop und ihren Enkel Franz, beide verstarben 1822. DieEngelsstatue war Teil eines größeren Grabmals für Ferdinand Siedentop von Eitzen und dessen Gattin Theresia. Er war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Verwalter der Herrschaft Weinzierl und der umliegenden Güter des Wiener Kaiserhauses.

Grabmal Fürnberg
Gegenüber vom Haupteingang ist  das klassizistische Grabmal des Joseph Edlen von Fürnberg (1742–1799) zu sehen. Der Erbauer der Poststationen von Purkersdorf und Melk erwarb sich u. a. große Verdienste um das Postwesen in den österreichischen Ländern (Erbpostmeister). Bis 1795 besaß er das Schloss Weinzierl. Verstorben 1799 in Melk, wollte er hier in Wieselburg bestattet werden, lt. Grabinschrift „in der Nähe der Gruft seiner Väter, doch nach eigener Anordnung auf freyem Gottesacker ...“ Die Fürnberggruft lag im Bereich des ehemaligen Westarmes des ottonischen Kirchenbaues. Das bemerkenswerte Denkmal zeigt eine überlebensgroße trauernder Frauengestalt, die sich auf einem Steinsockel abstützt, der eine Urne trägt; seitlich sind Embleme der Post angebracht, Standarten und Posthörner.

Friedenskreuz nach einem Entwurf von Hannes Scheruga, 1992Friedenskreuz
Am östlichen Rand des Kirchenplatzes steht seit 1992 das nach einem Entwurf des Wieselburger Architekten Dipl.-Ing. HANNES SCHERUGA gestaltete Friedenskreuz). Die Inschrift am Sockel ist als Mahnung für die Zukunft gedacht: „Friede der Heimat, Friede der Welt“.

Denkmal alter Friedhof
Ein Denkmal in der Grünanlage zwischen der Kirche und dem 1960 erbauten neuen Pfarrhof erinnert an den früheren, 1902 endgültig aufgelassenen alten Friedhof rund um die Pfarrkirche. Der neue Friedhof westlich der Kirche wurde 1877 eingeweiht und 1961 sowie 2001 erweitert.

Statue hl. Wolfgang
1976 feierte Wieselburg das 1000-jährige Bestehen seines Namens. Die bisherige Marktgemeinde wurde am 8. Mai des gleichen Jahres zur Stadt erhoben. Aus diesem Anlass schuf der Künstler KUNIBERT ZINNER aus St. Peter in der Au eine 2,50 Meter hohe Kunststeinfigur des hl. Wolfgang, die beim Stiegenaufgang zur Kirche aufgestellt wurde.


Reste der Befestigung am Kirchenberg

Die befestigte Wallanlage wurde in drei Bauperioden gestaltet. In der zweiten Bauperiode errichtete man in der Mitte des bewehrten Platzes als imposantes Zeugnis für die Lehre Christi eine Kirche, das Oktogon. Im geschützten Bereich innerhalb der Anlage entwickelte sich allmählich eine kleine Ansiedlung mit einem Markt (= das Dorf Berg). Teile der gotischen Steinhäuser des Dorfes am Kirchenberg blieben als Bruchsteinmauer des alten Friedhofs um die Kirche bis heute erhalten. Andere Mauern kennzeichnen teilweise auch noch den Verlauf der ursprünglichen Befestigung. So haben sich beim 1877 geschaffenen Durchbruch zum neuen Friedhof südwestlich der Kirche noch quadratische Mauerfundamente eines mehrstöckigen Wohn- und Wehrturmes, der im fortgeschrittenen 11. Jahrhundert errichtet worden war, innerhalb der befestigten Umwallung erhalten, der auch der Bevölkerung als Zufluchtsort diente. Es war ein turmartiger Rechteckbau von 9 m Seitenlänge und 1,70 m Mauerstärke.

Alter Pfarrhof
An der Auffahrt zum Kirchenberg steht der Alte Pfarrhof (Pfarrhofgasse Nr. 3). Er stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert (Vorgängerbau in gotischer Zeit!) und wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts barock umgestaltet. Dieser zweigeschoßige Kastenbau birgt im Erdgeschoß ein Kreuzgratgewöbe. Das spätbarocke, heute veränderte Temperabild am Gartenportal zeigt den später heilig gesprochenen bayerischen Herzogssohn Heinrich, dem sein verstorbener ehemaliger Lehrer, der hl. Wolfgang erscheint. Er trägt eine Pergamentrolle mit der Aufschrift „nach sechs“. Der Legende nach wurde Heinrich nun, seinen nahen Tod fürchtend, immer weiser. Sechs Jahre später bestieg er als Heinrich II. den kaiserlichen Thron.
1960/61 wurde der neue Pfarrhof an der Nordseite des Kirchenplatzes errichtet.

 
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