logo-verlag-st-peterStiftspfarrkirche St. Michael in Mattsee

ÜbersichtSt. Michael in MattseeErzengel St. Michael
Der Kirchenpatron Erzengel St. Michael

Kampf des hl. Michael gegen die gefallenen Engel, Deckenbild im Chor

Der hl. Michael gehört zu den ältesten Kirchenpatrozinien im Salzburger Land und ist Schutzpatron gegen Satan und andere böse Mächte – daher wird er oft im Kampf gegen den Drachen, einem Sinnbild des Bösen, dargestellt.

Den Kirchenpatron Michael (Patrozinium 29. September) teilt sich Mattsee mit den benachbarten Klöstern Michaelbeuern und Mondsee (gegründet von Tassilos Vater Odilo, 1791 aufgelöst). Der heilige Michael, Schutzpatron der Christenheit gegen Satan und die bösen Mächte sowie Verteidiger der Gotteshäuser und Klöster, gehört zu den ältesten Kirchenpatrozinien in unserem Land und lässt sich bereits seit dem 8. Jahrhundert nachweisen. Michael wurde schon in der Frühzeit zum beliebten Totenheiligen mit der Seelenwaage und Patron vieler Berufsgruppen (z. B. Apotheker, Bäcker, Kaufleute, Schneider, Soldaten). Sein Kampf mit dem Drachen als Sinnbild des Bösen machte ihn außerdem zu einem Rodungs- und Sumpfpatron, was für die Lage des Mattseer Stiftes in unmittelbarer Gewässernähe nicht unbedeutend gewesen sein dürfte.


Hl. Erzengel Michael

Der biblische Erzengel Michael – sein Name bedeutet „Wer (ist) wie Gott?“ – wird vor allem im Buch Daniel gelegentlich erwähnt (Dan 10,13–21;12,1).Aus diesem Engel, der für Daniel, das Volk und andere eintritt, wird in der Offenbarung 12,7 der Kämpfer gegen den Drachen als Sinnbild des Bösen. Im Laufe der kirchlichen Tradition wurde Michael zum Kämpfer gegen Luzifer als Anführer der gefallenen Engel.Ganz anders aber begegnet er uns am Mattseer Hochaltarblatt. Da der kämpferische Engelsturz bereits im Deckenfresko dargestellt ist, betet Mi-chael hier die Heiligste Dreifaltigkeit an und drückt damit aus, was Engel im Wesentlichen sind, dienende Wesen Gottes, seine Boten und Zeugen seiner Gegenwart in unserer Welt. Engel stehen gerade heute in der Esoterik hoch im Kurs und scheinen sich oft genug vom christlichen Glauben loszulösen. Michael auf dem Mattseer Hochaltarblatt weist hier einen anderen Weg: Sein Blick geht nach oben zur himmlischen Autorität der Dreifaltigkeit. Sein Schwert hat er abgelegt, ein kleiner Engel spielt damit. So drückt er aus: Unser Leben ist manchmal ein Kampf, aber die letzte Schlacht ist bereits geschlagen, der Sieg ist errungen durch Jesus Christus. Nicht das Schwert hat gesiegt, sondern die Liebe.

 
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