logo-verlag-st-peterStiftspfarrkirche St. Michael in Mattsee

Der Ort Mattsee

Blick auf Mattsee von Süden

Mattsee hat sich schon vor langer Zeit zum Zentrum der Region – des Trumer Seenlandes – entwickelt. Die ältesten Spuren von Menschen stammen bereits aus dem 8. Jtsd v. Chr., denn der See war eine gute Wasser- und Nahrungsquelle, und Schlossberg und Wartstein dienten als Siedlungsplätze bzw. Steinbruch. Seit 1398 gehört der Ort politisch zu Salzburg und hat inzwischen über 3000 Einwohner.

 

Geologisch interessantes Gebiet

Der 1935 zum Markt erhobene Ort Mattsee bildet mit seinen gut 3.000 Einwohnern auf 505 m Seehöhe das Zentrum des Trumer Seenlandes. Dieses Gebiet liegt in der geologisch interessanten Zone des östlichsten Ausläufers des Helvetikums (Helvetia = Schweiz, da der Kernbereich dieser Gesteine in der Schweiz und Vorarlberg liegt) an der Nordseite der Alpen. Dieser schmale Streifen zwischen Mattsee und der Salzach zeichnet sich durch eine umfangreiche Schichtfolge ab der Oberkreide (ca. 70 Millionen Jahre) aus und umfasst einen Zeitraum von rund 40 Millionen Jahren. Besonders erwähnenswert ist hier die vielfältige fossile Fauna und Flora, die einen Ausschnitt eines tropischen Meeresstrandes repräsentiert und in Mattsee direkt an einen nicht einmal 20.000 Jahre alten See aus der letzten Eiszeit grenzt.

 

Entwicklung des Ortes Mattsee – archäologische Funde

Der See als Wasser- und Nahrungsquelle, Schlossberg und Wartstein als Siedlungsplätze und Steinbruch für Baumaterial waren neben der verkehrsgünstigen Lage maßgebliche Ursachen für die Entwicklung Mattsees als wirtschaftliches und geistliches Zentrum dieser Region. Die ältesten Spuren menschlichen Lebens im Gemeindegebiet von Mattsee reichen bis in die mittlere Steinzeit zurück (8. und 7. Jahrtausend vor Christus), in der jüngeren Steinzeit existierte am Schlossberg bereits eine namhafte Niederlassung. Archäologische Funde bezeugen eine Besiedlung der Mattseer Gegend bis in die Zeit der Spätantike hinein, wobei sich heute keine romanischen Ortsnamen mehr erhalten haben. Seit dem ausgehenden 6. und 7. Jahrhundert nach Christus wurde das Seenland von Bajuwaren besiedelt und gehörte seither zum Gebiet der Herzöge aus dem Geschlecht der Agilolfinger. Die Geschichte der sich entwickelnden Herrschaft und des Gerichtes Mattsee spielte sich in den Folgejahrhunderten zwischen Bayern, Salzburg und Passau ab. Gelang politisch nach einem langen Weg bereits im Jahre 1398 die endgültige Einverleibung Mattsees in das Erzstift Salzburg, so blieb das Stift Mattsee mit seinen Pfarren kirchlich noch bis 1807 unter der Obhut des Bistums Passau.

 
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