logo-verlag-st-peterWallfahrtskirche Mariä Geburt in Maria Pöllauberg

Die Annakirche

Innenansicht der Annakirche

Oberhalb der Wallfahrtskirche auf dem höchsten Punkt des Berges steht die Annakirche. 1532 erweitert und 1730 barockisiert, zeigt sich die Kirche als einschiffiger Bau mit einer geschwungenen Giebelfront und einem aufgesetzten Türmchen. Der schlichte Innenraum ist mit einem Tonnengewölbe versehen und besitzt einen 3/8-Chorschluss im Osten. Das 1644 datierte Mittelbild des gleichzeitigen Hochaltares zeigt eine Darstellung der Anna selbdritt. Rechts sitzt Anna als ältere Frau, links die jugendliche Tochter Maria. Das weiß gekleidete Jesukind zwischen beiden reicht Anna Trauben und blickt dabei den Betrachter an. Im Hintergrund erkennt man eine Hofanlage mit Brunnen und den als Zimmermann arbeitenden Josef. Die Inschrift am unteren Bildrand bringt das Anliegen zum Ausdruck: „Heilige Mueter S. ANNA, sambt deiner allerheiligsten Tochter der himelskönigin MARIA / erbitte uns von ihrem allerheiligsten khindlein JESV ewige Barmherzigkeitt 1644.“ Besonders als Patronin der Frauen (Ehe, Mütter, Kindersegen) kam Anna seit dem Mittelalter besondere Verehrung zu (Gedenktag: 26. 7.).

Außenansicht der AnnakircheDie überlebensgroße Statue des hl. Ulrich von Augsburg († 973, Gedenktag: 4. 7.) entstammt der 1673 erbauten, in josephinischer Zeit abgebrochenen Ulrichskapelle beim ehemaligen Pfarr-Meierhof. Er wird als Bischof mit Buch und Fisch gezeigt und u. a. als Patron gegen Krankheit, Fieber, Unheil und Mäusefraß verehrt.

Das Bild des hl. Donatus von Münstereifel († vor 180, Gedenktag: 30. 6.) war ehemals Teil des linken Seitenaltars. Es zeigt den Heiligen in römischer Soldatentracht vor Christus kniend, während Putten seine Attribute Schale, Messer, Lorbeerkranz und Palmzweig tragen. Am unteren Rand ist wieder Pöllau mit dem Pöllauberg dargestellt.

Verehrt wird Donatus als Wetterpatron. Bemerkenswert sind das großformatige Barockbild des hl. Antonius von Padua sowie der Altar mit Bild der Übergabe des Rosenkranzes von Maria an den hl. Dominikus und die hl. Katharina von Siena. Aus der Wallfahrtskirche stammt der prachtvolle, um 1730 zu datierende Barockluster. Zwischen vergoldeten Palmetten und Akanthusranken sitzen acht Engelsfiguren, die Kerzenleuchter tragen.