logo-verlag-st-peterWallfahrtskirche Maria Straßengel bei Graz

ÜbersichtMaria Straßengel bei Graz

Wallfahrtskirche Maria Straßengel

Herzlich willkommen

Die Marktgemeinde Judendorf-Straßengel liegt in der Weststeiermark, etwa 5 km nordwestlich von Graz und wird begrenzt durch die Mur im Osten, den Rötzenwald im Süden und durch den Kugelberg im Westen. Im Norden ist Judendorf-Straßengel mit der Gemeinde Gratwein zusammengewachsen.

Weithin sichtbar auf einem in das Gratweiner Becken vorspringenden Hügel zwischen Judendorf und Straßengel wurde die Wallfahrtskirche Maria Straßengel errichtet. Bemerkenswerte Glasgemälde und die reiche bauplastische Ausstattung machen neugierig auf die Entstehungsgeschichte des imposanten Sakralbaus und laden den Besucher ein das Portal zu öffnen.

Kupferstich von 1681

Geschichte und Baugeschichte

Über eine Verfügung im Juni 1147 durch denMarkgrafen Otakar III. gelangt Straßengel an das Zisterzienserkloster Rein. Der Legende nach schenkt dieser im Jahr 1157 dem Stift Rein ein Marienbild, welches von seiner Wallfahrt nach Palästina stammt und zur öffentlichen Verehrung aufgestellt werden soll. Der Beginn der Wallfahrt. In einer Urkunde aus dem Jahre 1208 des Erzbischofs Eberhard II. von Salzburg findet sich die erste Nennung einer Kapelle in Straßengel. Der Grundstein zur Errichtung des gotischen Neubaus wird vom Reiner Abt Hertwig von Emerbergim Jahr 1346 gelegt.

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Blick zur Wallfahrtskirche von Nordosten

Der Kirchturm und seine Symbolik

Der Straßengler Turm ist mit seinem durchbrochenen Maßwerkhelm mit den lebensgroßen Steinfiguren und seiner figürlichen Bauplastik eine der bemerkenswertesten gotischen Turmkonzeptionen Österreichs. Der Turm symbolisiert z.B. Altes und Neues Testament in Gegenüberstellung. Die Turmstatuen – Maria mit sieben Engeln aus der Apokalypse – offenbaren Maria als das vom Himmel herabgestiegene neue Jerusalem. Von hier stammt die Herleitung des Namens Maria Straßengel.

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Konsolenköpfe der Bauherren und Stifter

Das Kirchengebäude

Außer dem Kirchturm im Nordosten wird beim Fernblick von Norden ein weiterer Turm sichtbar. Über der Friedrichskapelle befindet sich der von einem Spitzhelm bekrönte Glockenturm. Große spitzbogige Fensteröffnungen in der Südwand und schmale Fenster in der Chorpartie bewirken die Aufschließung der Mauermasse.Zwei Spitzbogenportale mit bedeutsamen Tympanareliefs aus dem 14. Jahrhundert führen in das Innere der Wallfahrtskirche.

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Blick in den Hauptchor

Der Kirchenraum und seine Bauplastik

Der quadratische Querschnitt der Kirche zeigt einen Hallenraum, wobei das Mittelschiff gegenüber den Seitenschiffgewölben leicht überhöht ist. Die Last des Gewölbes wird im Mittelschiff auf vier kantonierte Pfeilerpaare, in den Seitenschiffen auf Konsolen und in den Chören auf Runddienste geleitet. Die Kapitelle zeigen verschiedene Blattformen und die Schlusssteine beeindrucken mit Reliefdarstellungen.

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Hauptchor

Die Innenausstattung

Die Ausstattung beeindruckt den Betrachter mit der mystischen Licht- und Farbwirkung der Glasgemälde, die als größter Bestand mittelalterlicher Glasmalereien in der Steiermark gelten. Diese bilden einen effektvollen Kontrast zu den spätbarocken Einrichtungsgegenständen wie Kanzel, Altar- und Kreuzwegbildern und den neugotischen Altaraufbauten. Verschiedene Kapellen zeigen kunstvoll ausgestattete Altäre mit prachtvollen Ölgemälden und Fresken.

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Schalldach der Kanzel

Kunsthistorische Würdigung

Das vielschichtige bauplastische Programm wurde im Zisterzienserstift Rein entwickelt und ist eine Dokumentation des sakralen und imperialen Wirkens dieses Klosters. Bedeutende Ereignisse in der wechselvollen Geschichte der Steiermark stehen in Verbindung mit diesem Stift und der Wallfahrtskirche.

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Blick auf die Wallfahrtskirche mit ihren beiden Türmen


Das Bauensemble – rund um die Kirche

Rund um die gotische Wallfahrtskirche gruppieren sich der Pfarrhof, eine Taverne (im Volksmund „Kaisergebäu“, da es 1673 Kaiser Leopold I. beherbergte), das Prälatenhaus (erbaut im 15. Jahrhundert; seit 2007 Auszeichnung „Steirisches Wahrzeichen“) und eine Wehranlage (errichtet unter Abt Molitor um 1455).

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Glasfenster

Fotogalerie

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