logo-verlag-st-peterWallfahrtsbasilika Maria Plain bei Salzburg

ÜbersichtMaria Plain bei SalzburgWeg zur Wallfahrtsbasilika
Auf dem Weg zur Wallfahrtsbasilika

Kapellen und Kreuzigungsgruppe von Maria Plain – Kalvarienberg

Wer sich auf den (Pilger-)Weg nach Maria Plain begibt, kann nicht nur die wunderschöne Basilika besichtigen – man kann die Wallfahrt bereits in Salzburg-Itzling beginnen, von wo aus ein Weg an 15 Votivsäulen vorbei zur Kirche führt. Dabei lassen sich auch der Maria Plainer Kalvarienberg mit seinen Kapellen und der Kreuzigungsgruppe sowie die Ursprungskapelle bestaunen. 

 

Ursprungskapelle Maria Plain, InnenansichtUrsprungskapelle

Rudolf von Grimming errichtete 1652 an diesem Platz einen Bildkasten für das Gnadenbild. Ein wenig später wurde hier die erste Holzkapelle errichtet. 1710 hat SEBASTIAN STUMPFEGGER die Kapelle aus Stein erbaut. Das Deckenfresko „Rudolf von Grimming betet vor dem Gnadenbild” schuf JOHANN ZICK im Jahr 1742. Der Altaraufbau in Form eines Herzens trägt die erste Kopie des Gnadenbildes, die JOHANN PERETH 1653 im Auftrag von Rudolf von Grimming geschaffen hat. An den Seitenwänden stehen Konsolfiguren der beiden „Pestheiligen“: hl. Rochus und hl. Sebastian.

 

Maria-Plainer-Kalvarienberg

Der Kalvarienberg wurde unter dem Salzburger Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun angelegt und ist Teil des barocken Gesamtensembles. Die vier Kapellen mit der Kreuzigungsgruppe sind den fünf Geheimnissen des Schmerzhaften Rosenkranzes gewidmet: (1) „Der für uns Blut geschwitzt hat”; (2) „Der für uns gegeißelt worden ist”; (3) „Der für uns mit Dornen gekrönt worden ist”; (4) „Der für uns das schwere Kreuz getragen hat”; (5) Die Kreuzgruppe wurde 1685 von WILHELM WEISSENKIRCHNER D. J. geschaffen. Die Schmerzenskapelle schuf der Salzburger Maurer SEBASTIAN STUMPFEGGER (1728–1734). Die Pietà, Darstellung der schmerzhaften Muttergottes mit dem Leichnam ihres Sohnes auf dem Schoß, gestützt und getröstet von Engeln, wurde 1730 vom Rieder Bildhauer JOHANN FRANZ SCHWANTHALER geschaffen. Der Kalvarienberg findet seinen Abschluss bei der Heilig-Grab-Kapelle, 1692 gestiftet vom bayerischen Freiherrn von Lerchenfeld. Die Kapelle ist eine Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem. In einem Lied von Angelus Silesius heißt es: „So lasst uns denn dem lieben Herrn / mit unserem Kreuz nachgehen / und wohlgemut, getrost und gern / in allen Leiden stehen. / Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron’ des ewigen Lebens nicht davon“ (Gotteslob Nr. 616,5). Die gesamte Anlage des Kalvarienberges wurde in den Jahren 2005 bis 2009 durch die Erzabtei St. Peter mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde Bergheim, des Tourismusverbandes Bergheim, des Bundesdenkmalamtes und des Ordens der Ritter vom Heiligen Grab generalsaniert.


Schmerzenskapelle, Pietà (links), Heilig-Grab-Kapelle (Mitte), Votivsäule am Ende des Weges (rechts)

Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain

Entlang des ursprünglichen Wallfahrtsweges (Beginn: Elisabeth-Apotheke, Elisabethstraße) stehen steinerne Säulen mit den 15 Geheimnissen der drei Rosenkränze: des Freudenreichen, Schmerzhaften und Glorreichen. An der letzten Votivsäule lädt der namentlich nicht bekannte Spender zur „Statio“ ein: „Du frommer Leser, wenn dich deine Andacht ermahnet der gebenedeiten Mutter Maria Trost auf dem Plain zu besuchen, so ermangle nicht im Vorbeigehen und Betrachten der ihr zur schuldigsten Danksagung im Jahre 1705 gesetzten 15 Geheimnisse. Und verrichte ein inbrünstiges Deo-gratias und Ave-Maria“. Auf Initiative von Herrn Medizinalrat Dr. Herbert Dorn, Salzburg, wurden 1986 viele dieser Geheimnissäulen gründlich renoviert und so vor dem endgültigen Verfall bewahrt. Das Gesamtensemble Maria Plain mit den Geheimnissäulen, dem Kalvarienberg und der Wallfahrtsbasilika mit dem Gnadenbild ist ein lebendiges Glaubenszeugnis aus der Barockzeit bis in unsere Zeit. Nach wie vor gilt: Wer nach Maria Plain pilgert und sich von der Botschaft des Gnadenbildes treffen lässt, geht beschenkt, getröstet und verwandelt nach Hause.

 
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