logo-verlag-st-peterKirchen von Nassereith und Dormitz

Filial- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus in Dormitz, Ansicht von SüdostenRund um die Kirche

Die Wallfahrtskirche St. Nikolaus ist eine weithin sichtbare Kirche – auffällig sind vor allem ihre Westfassade mit dem geschweiftem Giebel und dem Marienmosaik sowie der spitze Turm. Sie ist umgeben von einem Friedhof mit Kapelle und Kriegergedächtnisstätte. Besonders ist auch ihr Kreuzweg an der Außenmauer. 

 

Turm mit typischem Rautenspitzhelm

Mitten in Dormitz steht die schmucke, vom Friedhof umgebene Kirche. Der im Untergeschoß noch von einem frühgotischen Vorgängerbau stammende und möglicherweise 1676 erhöhte Turm ist südlich zwischen dem polygonal schließenden Chor und dem ursprünglich nur drei-jochigen Kirchenschiff angebaut und besitzt einen hohen und schlanken Rautenspitzhelm, wie er bei spätgotischen Dorfkirchen im Tiroler und oberbayerischen Alpenraum häufig anzutreffen ist.

 

Die barocke Westfassade

Ein weiteres Erkennungsmerkmal der durch ihre Lage auf einem Hochplateau über dem Gurgltal weithin sichtbaren Dormitzer Kirche ist die Westfassade mit ihrem geschweiften Giebel.

 

Marienmosaik von 1902

Während diese im Zuge der Barockisierung der Kirche entstand, als die spätgotische Kirche auch nach Westen um ein Joch verlängert wurde, stammt das große Marienmosaik aus jüngerer Zeit (von Josef Pfefferle aus Zirl, 1902).

 

KreuzwegstationFigurennische und Kreuzweg an der Außenwand

Die Figurennische darunter barg ursprünglich eine barocke Madonnenstatue, heute ist hier eine Statue des Kirchenpatrons St. Nikolaus aufgestellt. Außergewöhnlich ist der hier nicht wie üblich im Inneren, sondern an die Außenwände gemalte barocke Kreuzweg mit seinen 14 Stationen, geschaffen von Josef Jais (Mitte 18. Jh.).

 

Barocke Priestergrabsteine

An der Westwand sind zu beiden Seiten des Eingangs insgesamt fünf barocke Priestergrabsteine angebracht, u. a. für den Pfarrer Franz Seraph Sterzinger von Felsenheim († 1795) mit der Signatur „J. Falbesoner“. 2009 wurden sie renoviert und neu eingemauert.

 

Die Glocken

Die Glocken stammen aus der Nachkriegszeit, eine vierte Glocke aus den frühen 1960er Jahren. Die drei anderen Glocken goss im Jahr 1949 die Fa. Franz Grassmayr in Innsbruck: 1. Marienglocke (Ton G, 650 kg, mit Marienbild), 2. Patronats-Glocke (Ton B, 380 kg, mit Bild St. Nikolaus), 3. Toten-Glocke (Ton D, 180 kg, mit Bild St. Josef).