logo-verlag-st-peterFranziskanerkirche in Salzburg

Dreikönigsgruppe, Ausschnitt der barocken WeihnachtskrippeDie Konventgebäude

Den am 9. November 1583 ankommenden Franziskanern wurde das Kloster der aufgehobenen Petersfrauen zugewiesen. Über das Aussehen der Klos­teranlage sind wir nicht genau unterrichtet. Es lässt sich nur annähernd rekonstruieren anhand verschiedener Baumaßnahmen und Umbauten, welche unter den Erzbischöfen Wolf Dietrich von Raitenau, Paris Lodron, Max Gandolph von Khuenburg und Johann Ernst Graf Thun durchgeführt wurden. Erzbischof Wolf Dietrich hat die vorhandenen Klostergebäude für die Franziskaner „teils renoviert, teils neu erbaut und durch den Garten erweitert“, so steht es im Liber benefactorum des Klosters.

Er ließ den Verbindungstrakt zur Kirche mit einem kleinen Kreuzgang abbrechen und dafür den heutigen Übergang mit Uhrturm über die Franziskanergasse errichten sowie eine Treppe zu Kirche und Sakristei. An diesen Umbau erinnert ein sehr schönes Marmorrelief über der alten Klosterpforte in der Franziskanergasse, das den hl. Franziskus darstellt. Weiters wurde durch Wolf Dietrich über dem rechten Seitenschiff für den Konvent ein neues Oratorium eingerichtet, für das Erzbischof Paris Lodron (1619–1653) den barocken Hochaltar stiftete, der von HANS WALDBURGER geschaffen wurde.

Durch den Hofbaumeister Michael Spingrueber wurde das Kloster unter den Erzbischöfen Max Gandolph von Khuenburg (1668–1687) und Johann Ernst Graf Thun in den Jahren 1686 bis 1689 neu gebaut und erhielt die heutige vierflügelige Form mit quadratischem Innenhof. P. Emmeram Stacheder ofm