logo-verlag-st-peterPfarr- und Wallfahrtskirche Hl. Blut in Rosenheim

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Pfarr- und Wallfahrtskirche Hl. Blut in Rosenheim

Die erste Holzkapelle, eine private Feld- oder Betkapelle, dürfte schon dem leidenden Heiland und seinem kostbaren Blut zu Ehren errichtet worden sein. Eine spätgotische kleine Steinkirche wird erstmals 1511 als „Kapelle Hl. Blut“ bezeichnet; der spätgotische Flügelaltar mit der wertvollen Dreifaltigkeits-Schnitzgruppe, ein Werk des berühmten Meisters von Rabenden, wurde bald nach Fertigstellung der Kirche aufgestellt.

Nach den religiösen Wirren des späteren 16. Jahrhunderts nahm die Wallfahrt im folgenden Jahrhundert einen enormen Aufschwung. Schon 1610/11 wurde nach Plänen des Münchener Hofmaurermeisters Georg Huetter das frühbarocke Langhaus angebaut. In den Jahren 1686/87 folgte schließlich ein durchgreifender barocker Umbau des Chores. Zwar erfreute sich die Wallfahrt nach Hl. Blut auch in der Blütezeit spätbarocker Volksfrömmigkeit im 18. Jahrhundert zunächst noch großer Beliebtheit; doch kam es nun zu einem allmählichen Rückgang des Wallfahrtsbetriebes, bis schließlich 1802 fast das Ende der Kirche Hl. Blut gekommen wäre. Die Rettung ist dem blinden Drechslergesellen Georg Obermayer aus Happing zu verdanken. Gedenktafeln an der Happinger Dorfkirche sowie hier in der Wallfahrtskirche am Emporenaufgang erinnern an den Happinger Bauernsohn.

In der zentralen Rundbogennische des Hochaltars thront die vom spätgotischen Flügelaltar übernommene großartige Schnitzgruppe des himmlischen Gnadenstuhls. Sie gilt als um 1515/20 entstandenes Werk des Meisters von Rabenden, eines Hauptvertreters der Spätgotik im östlichen Oberbayern.

 
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